Wanderung auf das Weißhorn

von | Mai 6, 2023 | 0 Kommentare

Markanter Gipfel über der Hochfläche von Aldein

Heute habe ich mich für ein Ziel in einem mir noch unbekannten Gebiet entschlossen. Ursprünglich wollte ich die Bletterbachschlucht besichtigen, sie war allerdings dann unterwegs gesperrt. So habe ich mich umentschieden für eine Wanderung auf das Weißhorn (2.313 m), das bei schönem Wetter eine sensationellen Fernblick hat.

Start in Radein

Gehzeit 4,5 – 5 Stunden

Höhenmeter: Auf und Abstieg 768 Hm

Ich starte in Radein auf dem Parkplatz zum Geoparc Bletterbachschlucht und wandere auf dem Weg mit der Markierung „W“ und Nummer 12, den sogenannten Zirmersteig, empor. Der Weg führt durch Wald und später Latschengestrüpp hinauf an der östlichen Seite der Bletterbachschlucht. Diese ist ein Naturpark und ist als GeoPark über die Landesgrenzen bekannt. Sie wird auch gerne der Gran Canyon Südtirols genannt.

Wanderung auf das Weißhorn: Blick in die Bletterbachschlucht
Wanderung auf das Weißhorn: Blick in die Bletterbachschlucht

Immer wieder gibt es beeindruckende Tiefblicke in dieses geologische Wunderwerk der Natur. Es lassen sich die verschiedenen Gesteinsschichten sehr gut erkennen. Das sind: die Contrin Formation, eine Art Kalkstein, aus Kalkalgen entstanden. Sie bilden auch den Gipfel des Weißhorn. Dann gibt es eine Bellerophon Schicht, Grödner Sandstein und Bozner Quarzporphyr.

Am Parkplatz beim GeoMuseum gibt es auch entsprechende Schautafeln mit vielen Erkärungen.

An den Lahnerwiesen quere ich eine Forststraße. Immer weiter führt mich der Steig nach oben. Bald stehe ich über der Baumgrenze, nur noch niederes Latschengestrüpp und immer mehr Geröllhalden.

Wanderung auf das Weißhorn: Blick auf den felsigen Gipfelaufbau
Wanderung auf das Weißhorn: Blick auf den felsigen Gipfelaufbau

Es sind nur noch wenige Höhenmeter, die mich vom Gipfel trennen. Hier oben ist der Weg, vor allem im Schatten, noch mit Schnee überdeckt. Da ich ohne Stöcke unterwegs bin, ist das ab und an etwas mühsam.

Aber auch diese Herausforderungen meistere ich, sowie die letzten Höhenmeter über felsige und schneeige Passagen. Und dann stehe ich auf dem Gipfel mit der legendären Fernsicht. Es ist etwas bewölkt, aber mein Blick schweift weit über die vielen Berggipfel der Dolomiten, der Sarntaler Alpen und Texelgruppe im Westen. Im Süden liegt die noch stark verschneite Brentagruppe vor mir. Ein solcher Fernblick lässt mein Wanderherz höher schlagen.

Abstieg erfolgt wie Aufstieg

Nachdem um diese Jahreszeit die Hütten und Almen noch geschlossen sind, wähle ich als Abstieg fast dieselbe Route wie für den Aufstieg. Unterwegs mache ich auf einer sonnigen Wiese mit den ersten Enzianen noch Halt und genieße die wunderbare Wärme.

An den Lahnerwiesen wähle ich den Weg Nr. 7B hinab über die Almwiesen und wandere im Wald hinüber nach Radein. Das Wetter ist perfekt und ich schlendere die letzten Meter durch den Wald zum Parkplatz zurück.

Gut kann man beim Abstieg die Variante über die Gurndinalm (1.952 m) wählen, sofern geöffnet, und sich dort stärken. Von hier führt in einer kleinen Schleife der Weg dann wieder zurück nach Oberradein.

Fazit: Schöne und leichte Wanderung auf einen sensationellen Aussichtsgipfel und perfekter Einkehrmöglichkeit auf der Gurndinalm am Rückweg der Tour.

Tipps & Infos zur Tour

Tourenbeschreibung:

Karte:

Tabaccokarte Nr. 029, Schlern – Rosengarten (1:25.000)

Talort/Ausgangspunkt:

Oberradein (1.550 m)

Parkmöglichkeit:

Am Ortseingang oder an der Kirche

)

Höhenunterschied:

Auf- und Abstieg 768 Hm

Einkehr:

Gurndinalm (1.952 m)

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Hermine Thrä

Wanderführerin & Lifestylebloggerin

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